Das große Filofaxing Ein-Mal-Eins: Welches System passt zu mir? (Teil 4.)

IMG_2383Diese Reihe begleitet mich jetzt schon sehr lange und auch wenn ich nicht daran geglaubt habe einen weiteren Teil zu schreiben, kann ich auch nicht ignorieren wie viele Aufrufe die alten jeden Monat bekommen. Das signalisiert mir: Es gibt Klärungsbedarf! Offenbar sind viele in den Weiten des Internets auf der Suche nach der Antwort auf ihre Fragen. Und ich bin hier um Abhilfe zu leisten.

Tatsächlich kam mir die Idee für Teil 4. indem ich mir selber sagte, ich könne keinen 4. Teil schreiben. Meine Begründung: Ich filofaxe ja gar nicht mehr! Und in dem Moment machte es „Ping“ und eine große Glühbirne erschien über meinem Kopf. Denn ich filofaxe zwar nicht mehr, aber mein Leben plane ich nach wie vor und das mit genauso viel Kreativität wie früher.

Und falls du komplett neu im Thema bist, lohnt es sich Teil 1., Teil 2. und Teil 3. zu lesen 🙂

Also habe ich mich gefragt: Was gibt es denn abgesehen vom Filofaxing oder Bullet Journaling noch für Systeme? Und welche habe ich schon ausprobiert? Erstaunlich viele, wie ich bei genauerer Betrachtung feststellte. Aber fangen wir mit dem Klassiker an…

Filofaxing – Im Mittelpunkt steht ein Ringbuchkalender (gerne von der Marke Filofax, aber durchaus ersetzbar durch andere Anbieter wie Kikki K etc.) welcher es ermöglicht Seiten individuell zu organisieren. Das erlaubt die Ringbuchmechanik die wie ein Ordner funktioniert und Seiten somit leicht heraus und herein getan werden könne. Beim Filofaxing wird der klassische Kalender aufgemotzt und personalisiert. Ob das mit Papier, Washi Tape, Project Life Karten oder etwas Anderem passiert, ist jedem Besitzer selbst überlassen. Der Filofax selbst, kann aber natürlich auch ganz klassisch benutzt werden. Wer sich dafür interessiert, muss einfach ein wenig auf meinem Blog stöbern. ich verspreche euch: ihr werdet schnell fündig!

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Klassischer Buchkalender – Wer es dann doch lieber simpel mag, kann sich mal den klassischen Buchkalender ansehen. Angeboten von NoName Firmen oder auch Leuchtturm bietet er Platz zum planen von Terminen. Meistens mit einer Jahresübersicht, Wochenübersicht und leeren Notizseiten im hinteren Teil des Buches. Hier wird schlichtes Design und Funktionalität groß geschrieben. Kreative Köpfe können hier natürlich auch den Pinsel schwingen und das Washi zücken, die Möglichkeiten sind aber begrenzter und weniger flexibel. Die Kalender von Leuchtturm gibt es in unzähligen Farben. Schaut einfach mal bei Amazon.

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Bullet Journal – Wer den klassischen Buchkalender zu starr und zu unflexibel findet, dem Filofaxing aber auch nichts mehr abgewinnen kann, der sollte sich mal mit dem Thema Bullet Journaling auseinandersetzen. Bei diesem System wird ein leeres Notizbuch in den ultimativen, persönlichen Kalender transformiert und bietet daher Freiheiten ohne Ende. Wer allerdings mit zu viel Freiraum nicht klar kommt und bei unkreativen/ lustlosen Phasen im Job oder in der Uni plötzlich vor unvollständigen Kalenderseiten sitzt, der sollte sich vielleicht nach einem anderen System umsehen. ich selbst bin momentan im BuJo Fieber und habe HIER auch bereits darüber geschrieben.

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Hobonichi – Der japanische Tageskalender hat sich eine große Fangemeinde in Deutschland erkämpft. Gerne als Tagebuch oder Art Journal genutzt, eignet sich der Hobonichi aber auch sehr gut als klassischer Kalender. Das Ein Tag pro Seite Layout bietet nicht nur genug Platz für Termine und ToDo Listen, sondern auch für Zeichnerreien oder Dekorationen. Die individuell auswählbaren Hüllen geben den letzten Touch. Manko: Auswahl an Covern ist Season-begrenzt und muss aus Japan bestellt werden. Und wen leere Seiten in ruhigeren Phasen stören, der sollte lieber nochmal die Augen nach einer Alternative aufhalten. HIER ist der Beitrag, wo ich meine zweite Hobonichi-Bestellung erhalten habe. Beim Hobonichi wird übrigens zwischen dem normalen Techo, dem Weeks und dem Cousin unterschieden. Der Weeks ist der schmale auf dem Bild und der Techo der Andere.

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Travellers Notebook – Gehüllt in schicke Stoff- oder Lederhüllen reiht sich Büchlein hinter Büchlein. Hier wird das Austauschen von Seiten über Bord geworfen und gleich auf ganze Hefte gesetzt. Eins für Listen, eins für den Kalender. Handwerklich begabte können die Hefte selber basteln, die eher untalentierten durchsuchen Onlineshops und kaufen sie dort. Dieses System wird besonders gerne als Travel Diary oder einfaches Tagebuch genutzt. Freiheit fürs basteln und dekorieren ist auch hier mehr als vorhanden. Aber die Travellers Notebooks können schnell mal recht voll werden und ehe man sich versieht, schleppt man ein kleines Moppelchen mit sich rum. Mein System war es nie, aber natürlich habe auch ich verschiedene TNs besessen. Eins zeige ich euch in diesem Video: Auf zu YouTube….

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Erin Condren Life Planner – Wem der schlichte Buchkalender zu lasch erschien, der Filofax entweder zu klein oder zu groß war und das Bullet Journal zu viel Arbeit bedeutet, der könnte mit dem Erin Condren Planner seinen Seelenfrieden finden. Vordesignte Seiten, ein kompaktes Buch, Individualisierungsmöglichkeiten online und alles meist recht bunt, modern und dekorierungsfähig. Aber auch kein kleiner Kalender. Format ist größer als A5, aber kleiner als A4 und besonders nach dem dekorieren, gewinnt der Planer immer mehr an Masse. Bestellt werden muss in den USA. ich habe 2014 mal meine Meinung dazu verfasst. Sie ist mittlerweile veraltet und auch das Design des Kalenders hat sich geändert, aber dadurch bekommt ihr vielleicht schonmal eine grobe Idee. HIER gehts zum Beitrag.

Odernichtoderdoch Abenteuerkalender – Wer süße Design liebt, aber die Arbeit dahingehend lieber anderen überlässt, kann sich auf die Seite von Odernichtoderdoch bewegen. Mit Herz gestaltete Produkte schließen einen Kalender mit ein. Monatsübersichten, Wochenübersichten, Zitate, Listen, Notizseiten, alles dabei. Aber bis auf das Ausfüllen der Seiten bleibt nicht viel Individualität übrig.Ausführlich vorgestellt habe ich den Abenteuerkalender in DIESEM Beitrag.

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Handykalender – Wem jetzt klar wurde, das analog doch nicht so seins ist, der schaut sich vielleicht einfach nochmal den digitalen Kalender an. Denn schlecht ist dieser ja auch nicht. Individualität und Design kriegen zwar eine 6, aber immerhin kann der Handykalender an Termine erinnern und das ganz ohne Post it Note.

Letztendlich muss man sich selber fragen, was einem Wichtig ist. Eine 100% Übereinstimmung zu erlangen ist selten, fast unmöglich. Das Machen von Abstrichen damit vorprogrammiert. Setzt euch also hin und überlegt:

Digital oder Analog?

Cleanes Design oder Chaotisch Kreativ?

Funktional oder Dekorativ?

Sperrig oder Slim?

Klassisch oder Modern?

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Ich hoffe dieser Beitrag konnte euch weiterhelfen. bei Fragen einfach einen Kommentar hinterlassen!

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